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Über uns

Geschichte des Ortsvereins

Ein Abriss über die 40+ Jahre der Buchheimer SPD

Buchheim, im Jahr 2003

Vor nunmehr 47 Jahren, 1956, gründeten die Buchheimer SPD - Mitglieder aufgrund des hohen Anteils an Buchheimern im SPD - Distrikt Mülheim (24) in ihrem Stadtteil den neuen SPD - Distrikt 24a. Die Trennung erfolgte nach langjähriger, guter Zusammenarbeit und ergab sich aus der Zunahme der Mitglieder in Buchheim, die wiederum eng mit dem Bevölkerungszuwachs, sowie einer flächenmäßig, ausgedehnten Bautätigkeit in unserem Stadtteil zusammenhing.

Im Jahre 1946 lebten 5.196 Einwohner in 1.310 Wohnungen - eine Person auf rd. 7,5 qm. Um Wohnraumnot und Obdachlosigkeit nach dem Krieg baldmöglichst zu lindern, begannen die Kölner Wohnungsbaugesellschaften auch in Buchheim schnell mit der Reparatur und Instandsetzung beschädigter Häuser. Der Wiederaufbau der sehr stark zerstörten Siedlung Caumannstraße (erbaut in den Jahren 1921 und 1936) war schon 1954 mit 114 Wohneinheiten von der GAG abgeschlossen worden. Aufgrund der räumlichen Nähe zu ihrem Arbeitsplatz bewohnten viele Arbeiter der in Mülheim ansässigen Firma Felten&Guilleaume die Siedlung.

1956 wohnten bereits 9.511 Einwohner in 3.127 Wohnungen. Drei Jahre später, 1959, stieg der Bestand auf rund 4.000 Wohnungen und 11.573 Einwohner.

Der neue Distriktvorsitzende der SPD - Buchheim, Werner Reinholdt, setzte sich zum Ziel, weiteren Wohnraum für die stetig wachsende Bevölkerung zu schaffen. Am 28.10.1956 wählten ihn 48% der wahlberechtigten Buchheimer Bürger direkt in den Rat der Stadt Köln. Damit löste er die langjährige CDU-Stadtverordnete Elisabeth Schäfer im Wahlkreis Buchheim/Holweide ab. Neben dem Distriktleiter engagierte sich die Distriktleiterin Karin Menninger insbesondere für die alltäglichen sozialen Probleme der Arbeiterfamilien. Diese typisch kölsche Lösung der Arbeitsteilung bewährte sich auch in späteren Zeiten und belegt nebenbei, dass Frauen in der Buchheimer SPD schon immer (ohne Quotierung) zur Spitze gehörten.

Als eine vordringliche Aufgabe sah der Stadtrat und spätere Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Werner Reinholdt, die Förderung des sozialen Wohnungsbaus, um möglichst bald die Zwangsbewirtschaftung von Wohnraum durch das städtische Wohnungsamt zu beenden. So wurden in Buchheim unter anderem von der städtischen Wohnungsgesellschaft Grund und Boden (GRUBO) 1957 insgesamt 450 Wohnungen in der Ackerstraße, der Hermann-Kunz-Straße, der Johanniterstrasse und der Tempelherrenstrasse neu gebaut.
1960 und 1963 folgten weitere 166 Neubauwohnungen (Am Steinbergsweiher, Dellbrücker Strasse, Stegwiese, Wichheimer Strasse).

Die letzte größere Siedlung (516 Wohneinheiten) wurde 1972 von der Bremer Treuhand im Viertel Buchheim-Süd (Modemann Straße/Kattowitzer Straße) errichtet.1994 wohnten 12.740 Einwohner in 5.941 Wohnungen. Davon sind 41.9% Ein- und Zweifamilienhäuser. Das heißt, die Anzahl der Wohnungen stieg in 40 Jahren um über 2.800 zusätzliche Wohneinheiten (87,6%), wohingegen sich die Einwohnerzahl des Stadtteils nur um 34% erhöhte. Die Wohnfläche je Einwohner beträgt heute nach Angabe der letzten Volkszählung 30,6 qm je Einwohner in Buchheim (zum Vergleich Köln gesamt: 33,6 qm je Einwohner).

Die verkehrsgünstige Nähe der Industriewerke Felten&Guilleaume, KHD und CFK bestimmte den bis Anfang der 70er Jahre fortgesetzten Siedlungsbau. Auch die Bayerwerke errichteten für ihre Arbeiter und Angestellten im Viertel Buchheim-Süd die sogenannte Bayersiedlung mit Mehrfamilienhäusern wie auch Ein- und Zweifamilienhäusern.

Seit 1956 arbeiteten die ersten Vorstände und Mandatsträger des Ortsvereins (OV) mit der Zielsetzung, neue sowie besser bezahlte Arbeitsplätze und bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Dies zeigen nachdrücklich die Wahlergebnisse, die für die SPD in Buchheim bei den Kommunalwahlen erreicht wurden. Auf dieser soliden Basis stabilisierten sich in den Folgejahren auch die Bundestags- und Landtagswahlergebnisse.

Als Vorteil für die politischen Aktivitäten des Ortsvereins erwies sich nun der Bekanntheitsgrad seiner Vorstandsmitglieder. Die überwiegende Zahl der Mitglieder der Buchheimer SPD kamen damals vorwiegend aus diesen Firmen. Sie waren oft gleichzeitig Mitglieder der IG Metall oder der IG Chemie und kannten sich aus den Gewerkschaften. 1973 übernahm Erich Schäfer, Betriebsrat bei KHD, den Vorsitz im OV 24a. Mit der Annahme des Stadtratmandates für den Wahlkreis Buchheim/Buchforst trat er den Vorsitz 1975 an Günter Neumann ab. Bis 1998 bekleidete er dieses Amt, bevor er es an Polina Frebel weitergab. Der Ortsverein Buchheim änderte daraufhin seine Satzung und Günter Neumann wurde Ehrenvorsitzender des Ortsvereins auf Lebenszeit mit Stimmrecht im Vorstand.

Nachdem die Bauaktivitäten in Buchheim in den 80iger Jahren fast abgeschlossen waren, richteten beide Mandatsträger mit Unterstützung des Vorstandes an neuen Anforderungen der Buchheimer Bürger aus: Der Verbesserung des Wohnumfeldes und der Lebensqualität.
Die Randlage Buchheims zu Stadtteilen mit produzierendem Gewerbe, die Entwicklung zu einem reinen Wohnstadtteil, sowie die verkehrsstrategische Lage neben den Autobahnen A3 und A4, der Bundesstrasse 8, Bergisch Gladbacher Strasse und der östlichen Eisenbahnverbindung Köln's bedingten zunehmend die Politik der SPD Buchheim ab Mitte der 70er Jahre. Enger Kontakt zu den Bürgern, teilweise über Vereine, Organisationen, bildeten die Arbeitsgrundlage für Ortsverein und ihre Mandatsträger. In diese Zeit fallen auch die Errichtung von Kindergärten (Johanniterstr. Malteserstr.) und Sportstätten (Sporthalle am Herler Ring und Sporthalle Kollegschule Modemannstr.).

Während zuerst Werner Reinhold, dann Erich Schäfer dafür sorgten, dass aufgrund von OV-Beschlüssen überörtliche Maßnahmen im Rat der Stadt Köln für Buchheim durchgesetzt wurden, bekleidet dieses Amt jetzt Günter Neumann. In der Mülheimer Bezirksvertretung wurde der Stadtteil Buchheim durch Günter Neumann (1975-1984), Johann Soller (1984-1994), Monika Reynaers (1989-1994), Polina Frebel (1994-2001) die dann in den Rat der Stadt Köln wechselte, ab 2001 durch Karl Heinz Frebel - vertreten.

Dieses ist in Kürze und ohne Anspruch auf 100%iger Vollständigkeit die Kurzfassung, die Kurzgeschichte der SPD - Köln - Buchheim. Helft uns alle weiterhin, dass der Ortsverein größer und stärker wird, helft dass unsere SPD größer und stärker wird. Es ist für alle Bürger wichtig.